Samstag, 10. Januar 2015

{Ein paar Gedanken zu...} gesunde Ernährung in der Schwangerschaft




Seit ich mich nicht mehr dauernd Übergeben muss, habe ich Heißhunger- sehr starken. Und seltsame Gelüste. Schlagsahne pur. Esslöffelweise. Frittiertes Schmalzgebäck. Weiße belgische Trüffel, die Sorte, die einem normalerweise nach Genuss einer einzigen Praline zwei Stunden im Magen liegt. Könnte ich gerade packungsweise in mich hinein schlichten. Oder fetttriefende Pizza, da brauche ich aber eigentlich nur die Unmengen an geschmolzenen Käse...mhmmmm....

Natürlich weiß ich, dass gesunde Ernährung gerade in der Schwangerschaft wichtig ist. Aber
dass man auch hierbei nicht päpstlicher als der Papst sein muss, habe ich in der Fachartikel-Reihe "Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft- ist das sinnvoll"? beschrieben.

Gut, an meinen Gelüsten ist nun endgültig gar nichts mehr auch nur ansatzweise gesund. Was mache ich also?

Ich lebe sie trotzdem aus. Ich habe die Erfahrung gemacht,  dass ein Verzichten gar nichts bringt, denn dann esse ich im Endeffekt nur 5x so viel, weil ich versuche, alles mögliche als Ersatz zu essen. 
Zudem bin ich der Meinung, dass der Körper auf das Appetit hat, was er braucht. Hmm, na gut, ob er wirklich so viel Bedarf an Industriefetten und Zucker hat, lasse ich mal dahin gestellt...aber zumindest im unschwangeren Zustand komme ich mit dieser Methode immer optimal zurecht.

Selbstverständlich esse ich nicht ausschließlich dieses nährstofflose und hochkalorische Zeug. Zum Frühstück mache ich mir fast immer einen kleinen Obstsalat, oft mit Joghurt und Vollkornflocken und da ich mittlerweile zur Fressmaschine mutiert bin, gibt es obendrauf meist noch 1-2 Vollkornbrote mit Käse oder magerer Wurst. Nicht immer, manchmal ist der Appetit auf eine Butterbreze oder Pfannkuchen einfach stärker...aber zumindest das mit den Früchten kriege ich täglich hin.
In mein Mittag- oder Abendessen schmuggle ich immer etwas Gemüse rein. So wird die -immerhin meist selbstgemachte- Pizza mit Champignons, Auberginen und Paprika gepimpt, die Pasta glänzt mit selbstgemachter Tomatensauce, in die noch mediterranes Gemüse reingeschnitten wird und die Pommes kriegen als Beilage immerhin einen Salat.
Und alle paar Tage gibt es zusätzlich einen Proteinshake, da ich meinen gestiegenen Eiweißbedarf kaum  decken kann. Nicht optimal, aber erstmal akzeptabel.

Ansonsten gehe ich meinen Gelüsten nach und bin mir sicher, dass sich diese irgendwann mal von alleine ändern. Solange der Zuckertest in Ordnung ist und mein Gewicht nicht komplett explodiert, sehe ich das ganze sehr locker...und gestern hatte ich doch tatsächlich Appetit auf eine Karotte!







Kommentare:

  1. Hallo Manati,

    das ist wirklich kurios, wie unterschiedlich eine Schwangerschaft verlaufen kann. Was du beschreibst, ist ja wirklich das Klischee einer Schwangeren. Mir war die ersten 11 Wochen auch durchgehend übel, aber im Gegensatz zu dir wollte einfach nichts rein. War ganz schwierig jeweils das Zeitfenster und die passenden Nahrungsmittel zu finden. Was aber absolut nicht ging, war alles, was ungesund ist. Wenn ich schon gegessen habe, dann meistens Salat, Kartoffeln, Obst oder Gemüse. Ich hatte plötzlich sogar Getreidekeimlinge zu Hause ;)
    Mittlerweile kann ich manchmal Schokolade oder Süßkram essen (dann aber viel davon!), hauptsächlich lachen mich aber gehaltvolle Nahrungsmittel an - davon auch mal was weniger gesundes, aber doch überwiegend Obst, Salat und Gemüse.
    Ich wäre eigentlich ganz zufrieden, wenn das so bleibt ;) befürchte aber auch, dass ich irgendwann vor allem an Pizza und Schokoeis Freude haben werde...

    liebe Grüße,
    Hanna

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  2. Liebe Hanna,
    da beneide ich dich fast ein bißchen ;-) Wie weit bist du denn?
    Mich lachen leider immer noch vorwiegend die Nahrungsmittel an, die gehaltvoll im Sinne von hochkalorisch und fett sind. Aber naja, irgendwann hab ich mich daran hoffentlich auch abgegessen, ich warte...
    LG

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