Freitag, 9. Januar 2015

Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere- ist das sinnvoll?#1

Teil 1: Einführung

Nur eine kleine Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln
Man ist schwanger und will sein Ungeborenes optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Man ist hochmotiviert, sich „gesund“ zu ernähren und gibt auch gerne Geld aus für spezielle Nahrungsergänzungsmittel (NEMs), um sich und seinem Baby etwas Gutes zu tun. Gleichzeitig ist man angesichts des Überangebots an unterschiedlichen NEMs oft verunsichert- welches soll es denn sein? Sind diese wirklich so hilfreich wie beworben? Kann ich ohne Substitution überhaupt ein gesundes Kind bekommen? Oder können sie gar schaden?
Die gute Nachricht zuerst: Das Baby im Mutterleib holt sich die Nährstoffe, die es braucht von der Mutter. Die schlechte:
es kann natürlich nur mit den Nährstoffen versorgt werden, die die Mutter selbst im Körper hat.

Hierzu muss man Zweierlei  wissen:

1) Unser Körper ist in der Lage, eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralien im Körper zu speichern. So werden beispielsweise in der Leber viele Vitamine, Eisen und Kupfer gespeichert, im Fettgewebe fettlösliche Vitamine (E,D,K,A) oder im Knochen Calcium. Wenn man dem Körper gar nichts mehr zuführen würde, bedient er sich aus diesen Speichern; bis diese leer sind dauert es je nach Nährstoff unterschiedlich lange. So kann Vitamin B6 2-6 Wochen gespeichert werden, Vitamin B12 sogar 3-5 Jahre!
2) Mit einer normalen, mäßig gesunden Ernährung  erreicht Durchschnittsfrau  im nicht-schwangeren Zustand den Bedarf an fast allen wichtigen Nährstoffen und hält ihre Speicher auf einen ausreichend hohen Level. Aber was ist denn "mäßig gesund"? Dies bedeutet hier die Art der Ernährung, wie sie von vielen tatsächlich betrieben wird: eine Mischung aus frischen Produkten, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, aber auch einem Anteil an Fertig- und Instantgerichten, Süßigkeiten etc.

Was bedeutet dies nun für die Schwangerschaft?

 Zum einen steigt in der Schwangerschaft physiologischerweise der Bedarf an den meisten Nährstoffen an, dieser kann bei kurzfristig  unzureichender Ernährung zunächst aus den Speichern abgedeckt werden. Deshalb ist es unbedenklich, wenn man aufgrund von Übelkeit eine zeitlang kaum etwa hinunter bekommt oder sich aufgrund von Gelüsten nicht so optimal ernährt. Irgendwann geht das aber auf Kosten der Mutter. Wer kennt nicht das Sprichwort: „jedes Kind kostet einen Zahn“?  Da steckt insofern soviel Wahrheit dahinter, dass die für die kindliche Entwicklung nötigen Nährstoffe- in diesem Falle das Calcium- aus den Depots der Mutter (Skelett) gesaugt werden- die Mutter erleidet dann die (Spät)folgen, wie Demineralisierung der Zähne oder der Knochen (-->Osteoporose!).

Zum anderen gibt es einige Nährstoffe, deren Bedarf man kaum über die normale Ernährung decken kann und bei denen selbst in nicht-schwangeren Zustand bei vielen Leuten erniedrigte Spiegel vorliegen.
Um welche Nährstoffe es sich hierbei handelt,  ist in Teil 2 nachzulesen.

 






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über einen Kommentar von Euch!