Samstag, 10. Januar 2015

Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere- ist das sinnvoll?#3

Teil 3: Welche weiteren Nährstoffe oftmals überwachungsbedürftig sind


Im 2. Teil wurde erläutert, welche Nährstoffe man in der Schwangerschaft sinnvollerweise substituieren sollte bzw. wo zumindest eine Bestimmung des aktuellen Blutstatus' sinnvoll ist.

Der Bedarf an allen anderen Nährstoffen lässt sich mit der in Teil 1 erwähnten "normalen" Ernährung in der Regel gut decken!
Trotzdem macht es Sinn, seine Ernährung bzgl. der Zufuhr folgender Stoffe zu kontrollieren:
Schwangere, die keinen oder kaum Fisch verzehren, sollten die Substitution mit Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA) in Betracht ziehen. Um deren Bedarf zu decken,
ist es nötig, 2 mal wöchentlich fetten Fisch (z.B. Lachs, Makrele, Hering) zu verzehren. Eine weitere Quelle sind Pflanzenöle oder Avocados. Diese Fettsäuren sind essentiell für die Entwicklung des kindlichen Gehirns und Sehvermögens und laut einigen Studien würde eine hohe Zufuhr in der Schwangerschaft die Entwicklung der motorischen und kognitiven Fähigkeiten des Babys  nachgeburtlich verbessern. Zudem gibt es deutliche Hinweise auf die Minderung von Allergien und die Senkung eines Frühgeburtenrisikos. Viele Ernährungswissenschaftler befürworten deshalb eine Supplementierung in der Schwangerschaft, auch wenn dies von der DGE =Deutschen Gesellschaft für Ernährung (noch) nicht standardmäßig empfohlen wird.
Gerade im letzten Trimenon ist es sinnvoll, seinen Calciumkonsum einmal unter die Lupe zu nehmen. Der tägliche Bedarf beträgt 1000-1200mg, diesen deckt man beispielsweise durch 2 Scheiben Vollkornbrot mit 2 Scheiben Käse, ¼ Liter Milch und 200g Brokkoli. Eine gute Quelle ist auch calciumreiches Mineralwasser. Wie oben beschrieben, bei unzureichender Zufuhr leidet nicht das Baby, sondern zuerst die Mutter!
Bei vielen Schwangeren beliebt ist auch Magnesium. Dies hat den Grund, dass es einerseits Krämpfe und somit auch vorzeitigen Wehen vorbeugen kann, zum anderen hat es in hohen Dosierungen einen abführenden Effekt, was bei an Obstipation leidenden Frauen durchaus gewünscht ist. Ein Mangel macht sich v.a. durch Wadenkrämpfe bemerkbar.

Ob nun die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auch gefährlich sein kann, ist in Teil 4 nachzulesen.

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