Donnerstag, 30. April 2015

Babyerstausstattung

In diesem Post möchte ich keine generelle Checkliste erstellen, da es solche ja zur genüge überall im Internet zu finden gibt- eine ganz tolle hat z.B. Lisa hier zusammengestellt.
Ich möchte nun vielmehr auf einige bestimmte Produkte und Marken eingehen, für die wir uns letztendlich entschieden haben und warum es ausgerechnet diese wurden.

Babystuff:

Textilien:
1) Klamotten
Auf die einzelnen Kleidungsstücke möchte ich gar nicht näher eingehen. Ich habe bis auf 2 Sachen in Größe 50 alles in der Größe 56 erstanden, evtl. muss Herr M. also nochmal ausrücken, wenn ich in der Klinik liege.
Ich habe je 3-4 Lang-und Kurzarmbodies, da die Hebamme meinte, dass Langarm im Sommer bei Neugeborenen sinnvoller sei; bei Kurzarm sollte man noch etwas drüber ziehen. Wichtig war mir, dass ich einige Wickelbodies habe, die man nicht über den Kopf ziehen muss; gleichzeitig habe ich aber auch einige die nur im Schritt aufknöpfbar sind, damit ich feststellen kann, was mir selber mehr liegt.
Ansonsten habe ich noch das Übliche erstanden, einige Strampler, sowie Sets aus Hemdchen und Höschen- auch hier um zu schauen, mit was ich besser klar komme. Für oben drüber gibt es noch ein Jäckchen, dazu noch Mützchen und Söckchen. Und ansonsten noch einen Schlafanzug, der m.M.n. keinen Unterschied zu den Stramplern aufweist!

2) Mulltücher/Moltontücher/Spucktücher
Dies war meine erste große Herausforderung. Überall heißt es ja, dass man davon nicht genug haben könne und am besten kleine und große vorrätig hat. Auch war mir der Unterschied zwischen Mull und Molton nicht so wirklich klar, bis ich gemerkt habe, dass letzterer deutlich dicker, flauschiger und saugfähiger ist. In kleiner Größe erinnern er mich allerdings an Putzlappen.

Da man selbst für simple Mulltücher scheinbar ein Vermögen ausgeben kann (ich habe welche gesehen, die preislich pro Stück bei bis zu 10€ lagen! Scheinbar waren Goldfäden eingewebt), habe ich mich einfach für stinknormale, klassische weiße Tücher in 60x80cm entschieden. Diese hier waren recht gut bewertet und bei 30€ für 40 Stück kann man nicht meckern. Nach dem Waschen waren sie schon ziemlich verzogen, an einigen waren auch lose Fäden an den Nähten erkenntlich, aber sie sind relativ weich, scheinen saugfähig zu sein, sind kochfest und aus reiner Baumwolle, für diesen Preis also absolut akzeptabel.

Zusätzlich gab es noch einige "schönere" Mulltücher, nämlich diese hier: da merkt man doch ein bißchen den Qualitätsunterschied, denn nach dem Waschen war hier nichts verzogen, es ging auch keine Farbe aus und die Nähte sind bombenfest. Sie sind ein klein wenig dicker als die günstigen und Ökotex-zertifiziert, was mir aufgrund der Farben wichtig war.

Zudem habe ich noch 8 kleine Moltontücher gekauft in ca. 40x40cm. Auch hier werde ich erstmal selbst merken müssen, ob ich generell mit kleinen oder großen Tüchern besser zurecht komme; allerdings erscheint mir Molton generell als etwas zu dick für den Einsatz als Spucktuch, evtl. wird das dann eher als Bettunterlage zweckentfremdet.

3) Schlafsack
Von der Schadstoff-Odysee habe ich ja schon hierberichtet. Schadstofffreiheit war ein primäres Kriterium an einen Schlafsack, da die Babys ja doch oft schwitzen oder einnässen und dadurch könnten evtl. Schadstoffe aus dem Material herausgelöst werden. Des weiteren sollte er atmungsaktiv sein und mehr Ansprüche hatte ich zunächst nicht. Uns wurde von mehreren Seiten die Alvi-Säcke empfohlen (hier nochmal danke!), allerdings haben wir diesen dann zunächst ausscheiden lassen, da er relativ dick ist und wir unser Schlafzimmer nicht unter 20-22°C kriegen. Von ähnlicher Qualität, nur etwas dünner sind die Julius-Zöllner-Säcke, welcher es dann letztlich wurde.

Ich war zunächst irritiert wegen Winter- und Sommersäcken, bis ich dann aufgeklärt wurde, dass man im Winter sowohl das Innensäckchen als auch den Außensack anzieht; im Sommer nur einen von beiden. Je nach Bedarf kann dieses sowohl der kleinere Innensack mit langen Ärmeln sein, als auch der Außensack, wenn man drunter einen Body oder Schlafanzug anzieht. Wir werden sehen.

Auch die Größenwahl fand ich nicht so einfach, da es hier ja die wildesten Regeln gibt wie z.B. Babygröße-Kopf+10cm o.ä.- ich weiß nicht vorab, wie groß die Yetin sein wird! Ich habe mich nun für die Größe 56/62 entschieden- hier ist je ein Innensack in Größe 56 und 62 enthalten und der Außensack ist etwas größer, so dass er mitwächst. Aber eben nicht soo riesig, dass das Köpfchen drinnen verschwinden könnte- ich hoffe also, dass wir damit so klar kommen.

4) Babydecke
Auch hier stand Schadstofffreiheit an erster Stelle, sowie eine gewisse Flauschigkeit. Wir haben uns für eine Alvi-Decke in ca. 75x100 cm entschieden.

5) Babymatratze
Hier habe ich mich tatsächlich am Ökotest orientiert und einfach eine als "sehr gut" (oder "gut"?) getestete Matratze genommen. Sie ist nicht zu weich, aber auch kein komplettes Brett und soll sich angeblich sehr gut für Babys eignen. Schadstofffrei, atmungsaktiv und ansonsten eben eine Matratze: klick



Pflege
1) Badewanne
Zunächst wollten wir eine Wickel-Wannen-Kombi, aber diese waren alle so schrecklich wackelig. Die nächste Idee war, einen mit Aufsatz für unsere Badewanne zu nehmen- leider haben wir ein Sondermaß und es gab keine passenden Aufsätze für diese Größe. Also eine ganz normale Babywanne und damit der Rücken nicht übermäßig strapaziert wird, dazu einen separaten Ständer. Ist zwar auch nicht das allerstabilste, aber besser als die Kombi-Teile.
Hier erwies sich die Suche nach schadstofffreien Produkten (ey, ich bin da langsam echt geschädigt!) als gar nicht so einfach- Wannen werden scheinbar generell nicht getestet! 
Die allerwenigsten sind irgendwie geprüft worden. Also wieder Mail-Verkehr mit den Herstellern und letztenlich wurde es die Bébé-jou-Wanne (immerhin geprüfte Ausgangsstoffe, frei von Weichmachern und unter strengem QMS hergestellt). Was uns generell noch wichtig war: ein Abfluß, der unterm Baden aber dicht hält (dieser hier wird durch das integrierte Thermometer verstopft; wenn man dieses entfernt, legt man den Abfluß frei.) und eine Ablage für den Waschlappen o.ä. (ich weiß sonst jetzt schon, dass ich diesen dann einfach auf den Boden schmeiße). 
Auch toll finde ich am Ständer, dass man das Handtuch drüber hängen kann- sonst müsste ich mit tropfender Yetin vermutlich quer durchs ganze Bad laufen.

2) Wickelauflage 
Dazu habe ich schon hier etwas geschrieben. Nachdem ich lange überlegt habe, eine zu erstehen, die komplett auf Plastik verzichtet, hat letztendlich doch die Bequemlichkeit gesiegt: Abwischbarkeit finde ich einfach praktisch, ebenso wie eine etwas dickere Polsterung und zum Wickeln kommt ohnehin noch eines meiner zahlreichen Mulltücher zwischen Auflage und Yetins Hintern. 
Ich vertraue hier nun doch einfach auf das Ökotex-Zertifikat und es wurde eine Julius-Zöllner-Softy-Auflage
Zusätzlich habe ich noch eine Sterntaler-Unterlage (natürlich mit Stan, dem Schaf), da ich auf beiden Hausetagen aus Bequemlichkeitsgründen eine Unterlage haben möchte. Letztere hat von Haus aus einen Frotteebezug und da auch hier noch eine Mullwindel drunter kommt, halte ich das Abgaberisiko von potentiellen Schadstoffen doch für sehr gering. 
 
3) Fläschchen und Sauger
Hier habe ich einach für den Fall des Falles bereits das "Naturnah-Neugeborenen-Set" von Avent gekauft. Schadstofffrei mit speziellem Anti-Koliksystem und anatomisch geformten Saugern, die nicht zu einer "Saugverwirrung" führen sollen. Ich bin ein Werbeopfer. Aber es klingt gut und darf man den vielen positiven Rezensionen der Benutzerinnen vertrauen, werden die Versprechungen gehalten.

 
4) Windeleimer
Hier wollte ich nicht von den teuren Windelkassetten abhängig sein, weshalb ich mich für einen geruchsdichten Eimer, der mit normalen Müllsäcken nutzbar ist, entschieden habe: dieser hier. Ob er letztendlich was taugt, muss der Praxistest zeigen.


Mamastuff:

1) Stillkissen
Nach langem Betatschen im Geschäft habe ich letztendlich eines von Julius Zöllner (ich merke gerade, scheinbar bin ich Julius Zöllner-Fan???) gewählt und bin bislang begeistert.  Zum Liegen ist es superbequem, es verformt sich nicht mehr weiter, nachdem man es "eingestellt" hat und ist tatsächlich seinen Preis wert. Ich habe es mit einem günstigen von Norma verglichen- es ist tatsächlich kein Vergleich. Bei letzteren wandert die Kugelfüllung bei Belastung immer weg, so dass eine Seite komplett leer ist, während die andere fast platzt, außerdem stinkt es trotz Waschen abgöttisch.
Wie es sich beim Stillen bewährt, wird sich herausstellen, aber alleine für die letzte Schwangerschaftszeit ist es Gold wert!!!

2) Wickeltasche
geschlossen
Ich war hin- und hergerissen und konnte mich mit den meisten Wickeltaschen einfach optisch nicht anfreunden. Ich meine, ICH muss damit rumlaufen und nicht das Baby und ich wollte keine grellbunten Blumen oder Schäfchen oder Wölkchen. Die, die mir gefallen haben waren leider preislich bei 200€ aufwärts- das war mir zuviel. So hatte ich nun die Idee, meine heißgeliebte MK-Handtasche (ein Weihnachtsgeschenk von Herrn M.) zweckzuentfremden und habe stattdessen eine
geöffnet
kleine zusammenklappbare Wickelunterlage mit integrierten Fächern erstanden. Diese kann auch an einer Schlaufe einfach so getragen werden (z.B. durch Herrn M.), hat eine leicht gepolsterte Auflage
und der obere schwarze Teil ist eine (nochmals abtrennbare) kleine Tasche mit Fächern für Windeln, Feuchttüchern und Kleinkram. Und sie passt locker in meine Handtasche.
Zusätzlich hat meine normale Handtasche noch Karabinerhaken-Bänder erhalten, so dass ich die Tasche vorne am Kinderwagengriff anbringen kann. Yeah, ich werde eine stylishe Mom! Ich hoffe, das ist nun auch so praktikabel wie ich es mir vorstelle!

3) Still-BHs
Hier habe ich mir bereits für die Schwangerschaft verschiedene gekauft- nicht weil etwa meine Brüste größer geworden wären, nein, das Unterbrustband ist das Problem und obwohl es eigentlich passen müsste, immer tierisch unbequem. Selbst bei Sport-BHs. Ich habe mittlerweile einen BH von H&M, der für mich nichts taugt (engt total ein, sitzt nicht richtig und kratzt), einen von Noppies, der super stützt und formt und auch wirklich bequem ist (ich weiß nicht, ob meine Brüste sich entschließen, wenigstens in der Stillzeit zu wachsen, ansonsten kann ich diesen problemlos weitertragen), einen Medela-Bustier (obwohl es ein Bustier ist, engt mich dieser mom. auch eher ein) und einen von La Isla (ebenso wie der Noppies, toller Sitz, optisch hübsch und er pusht auch ein bißchen- wah, wenn man sowas selbst in der Schwangerschaft tragen kann!!!). Der Praxistest steht noch aus.






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