Donnerstag, 14. Mai 2015

10 Dinge, die ich nach der Entbindung (nicht) tun möchte


Dieser Post ist bestimmt v.a. für die Schon-Mamis lustig, denn ich riskiere es mich öffentlich bloßzustellen, indem ich Euch meine Pläne verrate, was ich im Umgang mit der Yetin (nicht) machen möchte. Und auch wenn ich natürlich im meinem tiefsten Inneren hoffe, dass dies so klappt bin ich mir rational gesehen doch recht sicher, dass alles ganz anders kommen wird. Und ich denke, dass gerade Mamis davon ein Lied singen können und sich angesichts meiner "Vorsätze" beömmeln. Trotzdem werde ich diese posten, denn ich werde zu gegebener Zeit mitmachen, ein update dazu verfassen und rückblickend sagen "Ach, wie naiv du damals warst".
Hier also meine Vorstellungen, lest sie bitte mit einem Augenzwinkern:
(Kleines update zuvor: ich habe diesen Eintrag gegen Ende meiner Schwangerschaft verfasst, aber nicht mehr geschafft online zu stellen- die Entbindung kam dazwischen. Deshalb wird er so veröffentlicht, wie damals geschrieben, allerdings schon teilweise mit den roten bzw. grünen Neuerungen, was bislang schon (nicht) geklappt hat.)


1) Ich möchte die Yetin nicht im Tragetuch oder einer Babytrage stundenlang umgeschnallt im Haus tragen- natürlich nur, sofern sie auch im Liegen zufrieden ist.
Der Grund: was ich aus dem Bekanntenkreis mitbekommen habe, lassen sich viele Babys nicht mehr ablegen, ohne dann massiv zu schreien. Gerade wenn es dann ans Schlafen gehen soll, ist das ein Ding der Unmöglichkeit und die Kleinen wurden Tag und Nacht zu Dauertraglingen.
3 Wochen ist die Kleine nun alt- und was liegt hier? Richtig, ein Tragetuch. Zwar nur geliehen und das auch nur auf Anraten der Hebi, da Lilly aufgrund der monatelangen BEL vermutlich eine Hüftdysplasie hat, die sich durch das Tragen im Tuch evtl. bessern soll. Allerdings muss ich gestehen, mir macht das Tragen tatsächlich Spaß; ich praktiziere es aber nur 1-2 Stunden tgl, um eben ein Dauertragen zu vermeiden.


2) Schlafen soll sie nicht in unserem Bett, sondern im Beistellbettchen. Dies wird vermutlich sogar eingehalten, da wir ein Wasserbett haben und Babys in diesen nicht schlafen sollen. Allerdings habe ich nun auch schon mehrfach mitbekommen, dass es wohl doch geht, wenn das Baby zusätzlich in einem Nestchen (so einem wie unser Stan-Nest) liegt...
funktioniert bisher!

3) Für tagsüber haben wir in der unteren Etage (offener Wohn-Eß-Küchenbereich, in dem ich mich den Großteil der Zeit aufhalte) ein Gitterbett stehen, hier soll die Yetin dann im Stan-Nestchen "abgelegt" werden.
klappt bislang!

4) Ich würde gerne stillen, aber nicht allzu lange, höchstens ein halbes Jahr. (Ha, da bin ich selber echt gespannt, was da rauskommt. Vermutlich klappt es entweder gar nicht oder ich mutiere zur Langzeitstillerin ;-)!)

5) Mit Beginn der Beikostphase möchte ich nicht ausschließlich selber kochen, sondern gerne auch die bösen Gläschen verwenden. Wahrscheinlich nehmen sich die meisten dies genau andersrum vor, aber ich neige dazu, mir selbst immer viel zu viel unnötige Arbeit aufzuhalsen, bin dann aber auch dementsprechend unentspannt und genervt und hier sehe ich einfach einen Punkt, wo dies nicht unbedingt sein muss.
(Jetzt sehe ich mich vor meinem geistigen Auge gerade tagelang am Herd stehen, verschiedenen Breie vorkochend und in schadstofffreie Kunststoffbehältnisse füllend, um diese dann für die nächsten 3 Monate einzufrieren. Parallel dazu backe ich ungesüßte Vollwert-Dinkelkekse. Und perfekt geschnittene Apfel- und Karottenstücke werde ich auch immer vorrätig haben- yeah, ich werde eine Super-Mom; nur will ich das gar nicht. Siehe auch Punkt 9).

6) Ich möchte keinesfalls im Dauer-Schlabberlook rumlaufen und noch nachmittags einen Schlafanzug tragen.
bisher noch kein Schlabberlook, sondern duschen, anziehen und sogar minimal schminken waren in der einen Woche die wir nun daheim sind tatsächlich möglich!

7) Auch würde ich es gerne schaffen, nach einiger Zeit den Haushalt wieder ein bißchen auf die Reihe zu kriegen und nicht überall kunterbunt alle Kindersachen zu verteilen (wird schwierig, da ich einen gewissen Hang zum Chaos nicht abstreiten kann und schon jetzt ständig irgendwo irgendetwas liegen lasse...)

8) Die Yetin soll nicht gepuckt werden. Ich weiß um die Vorteile, dass es sich so angeblich natürlicher und wohliger anfühlt etc., aber mir kommt das irgendwie so schräg vor, mich erinnert das immer an eine Zwangsjacke (sorry). Und ich weiß nicht ob die Kleine dann wirklich von etwas profitiert, gegen das ich einfach eine gefühlsmäßige Abneigung habe...
Auch hier: ich besitze zwar kein Pucktuch, aber die Maus wurde bereits an ihrem ersten Tag im Krankenhaus mit ihrer Kuscheldecke eng eingewickelt und mag das wohl sehr gerne, weshalb wir das auch zuhause immer wieder machen. Ich finde zwar nach wie vor, dass es optisch einfach wild aussieht (so ohne Arme, wie eine Mumie..), aber Lilly ist zufrieden und das ist ja das Wichtigste.

9) Ich möchte nicht zur Supermama mutieren, die alles besser weiß und andere Muttis damit regelmäßig in den Wahnsinn treibt. Ebenso wenig möchte ich alles andere komplett aufgeben und "nur" noch ausschließlich Mami sein, sondern würde gerne zu einem Teil auch "ich" bleiben.

10) Und das wichtigste: bei allen "Plänen" möchte ich stets so flexibel sein und merken, was die Yetin wirklich braucht und dann gegebenenfalls alles umwerfen. Auch wenn ich keine Supermom sein möchte (das finde ich tatsächlich eher beängstigend und stelle es mir auch nicht unbedingt erfüllend vor), aber eine gute Mutter wäre ich schon gerne.

In diesem Sinne sehe ich mich schon inmitten einer Armada an Tragetüchern (werde ich wahrscheinlich so toll finden, dass ich gleich mehrere brauche) mit der Yetin dauerumgehängt, ich in Jogginghose und ungekämmt, im total verwüsteten Haus sitzen und mit anderen Mamis ausschließlich über den Windelinhalt und Spuckgewohnheiten der Kleinen reden.
Wie gesagt, ich werde nach einigen Monaten ein Update liefern, was von meinen Vorstellungen alles nicht funktioniert hat- seid gespannt =)

Kommentare:

  1. Hey....
    ich bin schon gespannt auf das Update... Habe mir auch wahnsiinig viel vorgenommen und kaum etwas eingehalten... Wenn ich so recht darüber nachdenke, eigentlich gar nichts... Und ich wette der Großteil aller Mamas kann davon ein Lied sind. Daher hast du dich nicht bloß gestellt, keine Sorge... Wir kennen das ;)

    LG
    Daniela

    LG
    Daniela

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    1. Liebe Daniela,
      ja, ich bin selbst auch gespannt ;-) Gerade eben sitze ich z.B. ungekämmt und ungewaschen in Jogginghose da, weil die Milchmaus die ganze Nacht einen auf Terrorkrümel gemacht hat und ich eigentlich so schnell wie möglich wieder ins Bett will!
      LG

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  2. Hihi gute vorsätze und ich muss dir sagen, mach alles so, wie es dir richtig vorkommt. Jede mutti machts anders und wird dir bestimmt sagen, dass es total falsch ist aber es ist dein kind und nur du weißt was sie braucht um glücklich zu sein :-)

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    1. Liebe Rebecca Sarah,
      hihi, das ist eh klar =) Finde es aber trotzdem faszinierend, wie schnell ich selbst nun von Dingen überzeugt bin, die ich eigentlich definitv nicht wollte (z.B. Pucken)...
      LG

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  3. Liebe Manati,
    du denkst über das nach, was du tun möchtest und was nicht und warum. Das ist doch der beste Weg. Klar, entscheidet man sich irgendwann auch mal anders, aber dann macht man das aus gutem Grund und weil man darüber nachgedacht hat. Ich finde deine Vorsätze toll und finde es völlig normal, dass da hinterher was anderes passiert.
    Toll, dass du diese "Träume" und das, was in der Realität passiert hier beschreibst. Jede Mama hatte diese Träume und hat dann ihren Weg gefunden und du wirst das genauso machen! Und wer darüber lacht ist selber schuld. Ich finde es viel schöner, wenn man dann mit einem Schmunzeln auf seinen eigenen Weg zurückblicken kann.
    Sagt Nicole S. aus dem Norden, die ihr Kind von Anfang an im eigenen Zimmer schlafen lassen wollte und seit nun viereinhalb Jahren mit mittlerweile zwei Kindern das Bett teilt...

    Und übrigens: Das mit dem Chaos hat bei mir der Kobold von Vorwerk in den Griff gekriegt ;) (soviel zum Thema gute Ratschläge...)

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    1. Liebe Nicole,
      das ist auch ein Grund, wieso ich den Post doch noch veröffentlicht habe, obwohl schon einige "Vorsätze" ad acta gelegt wurden: ich finde es selbst interessant zu sehen, was ich eigentlich wie tun wollte und wie ich es dann in der Realität mache (n werde).
      Ähm, hast du einfach alles eingesaugt? ;-D *hihi*
      LG

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    2. Haha! Das wäre wohl die langfristig einfachere Lösung gewesen ;)
      Wir haben uns nach der Geburt unserer Zweiten den Roboter geleistet. Ein Traum kann ich nur sagen! Dadurch dass man ihn nur fahren lassen kann, wenn nicht zu viel Kleinkram auf dem Boden liegt, schaffe sogar ICH es, einigermaßen Ordnung zu halten! Und die Babysachen sind im Normalfall ja nicht so groß, dass sie eingesaugt werden können, wenn sie rumliegen.
      LG, Nicole S.

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