Samstag, 9. Mai 2015

{Tagebuch} Wochen 35 und 36: Moxen, Klinikbesuch und Geburtstag



Zu Beginn der 35. SSW hatte ich einen Termin zum Moxen, den letzten Versuch, dass sich die Yetin doch noch dreht. Nach dem Vorgespräch hat mir allerdings auch die Hebamme wenig Aussichten auf Erfolg gemacht, aber natürlich habe ich es trotzdem probiert, schließlich war ich ja nun schon da. Und was soll ich sagen?
Es war scheiße schmerzhaft! Ich denke nicht, dass die gute Frau das richtig gemacht hat, denn meine Zehen wurden schlicht und ergreifend verbrannt! Ich habe bei der Behandlung mehrfach mitgeteilt, dass es EXTREM heiß ist und erhielt als Antwort nur "das gehört so". Irgendwann liegen mir tatsächlich die Tränen aus den Augen, aber ich dachte, Zähne zusammenbeißen und durch. Tja, danach konnte ich kaum gehen und daheim angekommen (aua, ich frage mich wie!) habe ich festgestellt, dass ich an beiden Zehen Riesenbrandblasen habe. Dies gehört nun definitv nicht so und auch jetzt, mittlerweile 4 Wochen nach dem Termin, ist die Haut an einem Zeh immer noch knallrot und schmerzhaft und schält sich dauernd. Hier ein kleines Foto- ohne Kommentar:
Mox-Zehe
Effektiv hat das Moxen natürlich auch nichts gebracht und die Yetin blieb stur mit ihrem im Becken versenkten Hintern sitzen!

Am Wochenende drauf habe ich dann meinen Schleimpfropf verloren. Achtung, wer so etwas eklig findet, bitte den Absatz überspringen! =)
Ich hatte erst vor kurzem im GVK erfahren, dass es überhaupt einen Schleimpfropf gibt, denn ansonsten wäre ich wirklich erschrocken. Ich war auf der Toilette und habe mich danach -zugegebenermaßen recht schwungvoll- unten herum abgeputzt, als ich plötzlich ein "klatsch" an der Wand vernahm: da klebte ein Riesenklumpen Schleim, den ich durch meine etwas heftige Abputzbewegung irgendwie gen Wand geschleudert hatte! Es sah aus wie diese Schleim-Gummi-Bälle aus meiner Kindheit, welche man irgendwohin klatschen konnte und die dann langsam wieder weg rollen. Voller Panik, ob nun die Geburt bevorsteht habe ich also gegoogelt und erfahren, dass manche noch wochenlang ohne Pfropf rumlaufen. Puh. Nachdem das letzte CTG beim Gyn ja deutlich besser war und ich keinerlei Probleme mit Wehen mehr hatte, war ich also beruhigt. Vorsichtshalber habe ich am Montag gleich noch die Hebamme aus dem GVK gefragt, die dies bestätigt hatte, aber mir empfohl abklären zu lassen, ob es sich bei meinem weiteren dünnflüssigen Tröpfelausfluß - der seitdem besteht- nicht um Fruchtwasser handelt!!!

Also sind wir am Montag spätnachmittags nochmal in die Klinik gefahren. Dort wurde zunächst ein CTG geschrieben, das besser denn je war- keine einzige Wehe in Sicht. Außerdem wurde ich untersucht- MuMu geschlossen- und es wurde ein Schnelltest aufs Fruchtwasser gemacht, ebenfalls negativ. Dieser dünnflüssige Schleim würde nun so gut rauströpfeln, da kein Pfropf mehr den MuMu verschließt, aber das sei absolut unbedenklich. Also Entwarnung auf kompletter Linie.

Tags darauf hatte Herr M. Geburtstag. Ich habe mich schon einmal in Kindergeburtstagstorten geübt und im eine Schweinchentorte gebacken. Ich bin nicht so der große Bäcker- irgendwie werden meine Kuchen immer speckig oder steinhart- aber das Verzieren liebe ich und ich backe Herrn M. seit Jahren immer schön dekorierte (Motiv)Torten:
Der Kuchen von 2014
und 2013
Dieses Jahr habe ich mir allerdings nicht ganz so viel Arbeit gemacht, denn die Schweinetorte ging überraschend schnell und es hat nur eine gute Stunde gedauert, die Schweinchen zu formen. Dafür stand ich 4 Stunden über selbstgemachten Ravioli in der Küche. Ich hasse die Nudelmaschine und werde sie NIE WIEDER hernehmen! Dafür hatten wir irgendwann 3 Sorten Ravioli mit 3 verschiedenen Füllungen und ich war am Ende des Tages fix und fertig. Herr M. bekam noch seine Geschenke ausgehändigt, bevor ich gegen 11 dann total kaputt ins Bett fiel. In der Nacht um 4, bei genau 36+0, ging dann die Geburt los- hätte ich den Schleimpfropf nur mal ernster genommen...


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