Montag, 13. Juli 2015

Review: Kinderwagen von Joolz


Bereits im Januar haben wir uns nach dem Probefahren mehrerer Kinderwägen für den Joolz Day Earth in bordeaux entschieden, bislang stand der umfassende Praxistest aber noch aus. Dieser wurde in den letzten Tagen aber fleißig nachgeholt und ich präsentiere Euch mein Ergebnis.

Unsere Anforderungen:
Wir wollten einen Wagen, der sowohl auf eher holprigen Untergrund (Feldwege...), als auch auf der Straße gut fährt, einen nicht allzu großen Wendekreis hat und der gut verarbeitet und natürlich leicht zu lenken ist. Des weiteren sollte er mit einem Buggysitz kombinierbar sein- am besten in beide Fahrtrichtungen-  und eine Höhenverstellbarkeit des Griffs war auch wünschenswert. Auch sollte er
zusammengeklappt nicht allzu riesig sein, um ihn problemlos im Kofferraum verstauen zu können. Last but not least: das Design war zugegebenermaßen auch nicht ganz unwichtig, wenn auch nicht ausschlaggebend.

Die Rahmendaten:
Es handelt sich um einen Kombikinderwagen, der sowohl eine (recht große) Babyschale, als auch einen Buggyaufsatz (montierbar in 2 Richtungen) besitzt. Die Vorderräder sind schwenkbar, können aber festgestellt werden, um so "in Spur" zu laufen. Die Räder sind gut gefedert und der Schiebegriff ist ganz einfach höhenverstellbar- Preislich liegt er bei ca. 1000€; wir haben ihn damals in einem Angebot mit Fußsack und Maxi-Cosi-Adapter zu einem Preis von ca. 1170€ erworben.
Ausgestattet ist er standardmäßig mit einem Regenschutz und einem kleinen "Einkaufskorb" (wobei dieser sehhhr mickrig ist, also wirklich nur für Kleinigkeiten geeignet, aber optimal, um darin ein paar Windeln samt faltbarer Wickelunterlage zu tranpsortieren).
der "Einkaufskorb"

Man kann ihn aber auch so konfigurieren, dass man eine richtige Einkaufswanne erhält, die dann wesentlich mehr Platz bietet. Außerdem lässt sich optional auch noch ein Einkaufsnetz anbringen.
Man kann vielfältige Accessoires dazu erwerben, so ist vom Kaffeebecherhalter über Moskitonetz oder speziellen Geländerädern alles vertreten.
Achtung: ein Fußsack muss ebenfalls separat erworben werden.
Mit einfachen Wagenkarabinern (gibts es von verschiedenen Herstellern für ca. 10€) kann man am Wagengriff eine Wickel- oder Handtasche anbringen:

Karabinerhaken mit Klettverschluss


Verarbeitung und Stabilität:
Hier gibt es volle Punktzahl. Der Wagen ist sehr gut verarbeitet, wirkt massiv und es wackelt und klappert nichts. Die Fußremse funktioniert mit einem Klick und hält auch wirklich bombenfest- das war nicht bei allen probegefahrenen Kinderwägen der Fall. Der Schiebegriff sowie alle anderen Teile besitzen eine angenehme Haptik und liegen gut und fest in der Hand. Es gibt nirgends scharfe Kanten, schlecht verarbeitete Nähte o.ä.
Zum Thema (vermeintliche) Schadstoffe habe ich hier schon etwas dazu geschrieben, in diesem Post ist auch ein weiterführender Link.


Bedienung und Funktionalität:
Die Bedienung ist wirklich kinderleicht und eigentlich selbsterklärend, so dass man an sich nichts falsch machen kann.
Sowohl das Zusammenklappen als auch das Aufbauen funktionieren sehr einfach mit wenigen Handgriffen- selbst für mich als Bedienungsdümmel ein Kinderspiel.
Sehr angenehm ist auch das einfache Auf- und Absetzen der Babyschale, man muss hierzu lediglich zwei Knöpfe drücken und kann diese Abheben, zum Einsetzen einfach Einrasten lassen- die Teile passen haargenau aufeinander und selbst mit Baby drinnen geht das tatsächlich leicht.

einfaches Einrasten

Was ich auch super finde: der Griff der Babyschale ist ebenfalls mit einem Klick schnell zu öffnen (siehe oben), so dass man das Baby einfach reinlegen kann, ohne es unter dem Griff irgendwie durchzubugisieren.
Der Wagen fährt einwandfrei. Das Lenken geht ganz leicht und "softig", der Wagen ist sehr wendig, leicht zu drehen und die Federung der Räder bemerkt man tatsächlich, so dass man auch auf unebenen Boden (z.B. Kopfsteinpflaster) ohne allzu viele Gewackel wirklich angenehm fahren kann.


Mein Fazit:
Wie man wahrscheinlich schon merkt: ich bin begeistert! Das Fahren mit diesem Wagen macht wirklich Spaß und auch wenn mich der doch recht hohe Preis anfangs etwas abgeschreckt hat: er ist in meinen Augen jeden Cent wert. Im direkten Vergleich mit Wägen ähnlichen Preissegments- dem Bugaboo Chamäleon und einem Emmaljunga- fand ich persönlich den Joolz am angenehmsten von der Fahrweise, da er etwas softiger (schon wieder dieses Wort!) fährt und für mein Empfinden auch etwas leichter zu Lenken ist, aber das ist wahrscheinlich auch immer ein bißchen Geschmackssache.
Über das Design lässt sich sicherlich ebenfalls streiten, aber ich finde es einfach toll- schlicht und reduziert und trotzdem stylish.
Auch wenn der Buggyaufsatz noch nicht getestet wurde, bislang überzeugt mich der Joolz in allen Punkten und ich würde ihn definitv wieder kaufen, da jede Ausfahrt einfach Freude macht!

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