Montag, 14. September 2015

Schreibaby

Lange war es ruhig auf dem Blog. Dies hat einen leider nicht so erfreulichen Grund: Lilly ist plötzlich zum Schreibaby mutiert. Stundenlang. Jeden Tag. Unberuhigbar.
Es ging vor etwa 4 Wochen los, damals gab es -rückblickend noch sehhhhr selten, sprich 1-2x pro Woche- massive Schreiattacken, die nicht einzudämmen waren. Die Gründe waren eigentlich nichtig: einmal, weil der Kinderarzt sie auf den Bauch gedreht hat, ein anderes Mal, weil ich ihr einen Body über den Kopf gezogen habe. Daraufhin folgt Gebrüll von mind. 30 Minuten (ja, das kam mir damals sooo lange vor) und war nicht beruhigbar. Wir dachten an den 19-Wochen-Schub.

Dann fuhren wir vor 2 Wochen zu meinen Eltern. Herr M. musste 2 Wochen lang durchgehend arbeiten, sprich war 12 Stunden am Tag außer Haus ohne freien Tag unter der Woche, dazu noch samstags und noch einen 24-Stunden-Notdienst. Ich war zu diesem Zeitpunkt auch noch sommergrippig und mit meinen Nerven am Limit.

Bei meinen Eltern kam dann die Verwandlung: Lilly war plötzlich das entspannteste Kind überhaupt, hat Tag und Nacht fast nur geschlafen und ansonsten gelacht. Ich habe mich so gut erholt wie noch nie. Nach einer Woche fuhren wir dann heim- und seitdem ist es schlimmer denn je.
Sie brüllt, was das Zeug hält. Ich habe herausgefunden, dass das immer passiert, wenn sie müde ist, aber sie kann plötzlich nicht mehr einschlafen. Das war früher nie ein Problem, und seit der 12. Woche wollte sie dazu auch immer abgelegt werden, Schnuller rein und weg war sie. Nun verweigert sie seit diesem Zeitpunkt auch den Schnuller und ich denke, sie braucht eine andere Einschlafhilfe, um in den Schlaf zu finden.

Ich bemerke den Zeitpunkt, wenn sie müde wird, aber ablegen geht gar nicht. Sobald ich das tue, fängt sie an zu brüllen. Verzweifelt und untröstlich. Also nehme ich sie natürlich wieder raus, trage sie oder gehe auf den Ball. Manchmal funktioniert es, dass sie nach 15 Minuten einschläft. Vorher windet sie sich verzweifelt, will schlafen, aber gleichzeitig alles sehen. Abschirmversuche mit dunklen Räumen oder Mulltücher über den Augen verschlimmern alles nur noch. Und oft genug ist sie eben nicht beruhigbar, brüllt verzweifelt 1 Stunde oder länger. Ich halte sie, trage sie und weine mittlerweile auch manchmal mit.

Ja, ich weiß dass ich ruhig bleiben sollte. Aber wie kann man ruhig bleiben, wenn sein eigenes Baby wie am Spieß weint, panisch und verzweifelt? 
Sie schläft auch sehr unruhig, wacht laufend auf und findet dann nicht mehr in den Schlaf zurück. Man merkt richtig, dass ihre Ärmchen schwer werden und sie sie fallen lässt- kurz  bevor sie den Bettboden berühren, zuckt sie zusammen und reißt sie wieder hoch.
Wenn sie untertags dann endlich schläft, immer nur 30-40 Minuten, der Tiefschlaf wird nicht mehr erreicht. Und ich weiß nicht, was ich tun soll.
Alles, was früher geholfen hat - der Ball, der BabyShusher, das Tragen- ist hinfällig.

Ich habe in der Zeit, wo ich nicht trage, einige Bücher zum Thema Schlafen und Schreien angelesen.
Dass die Ferber-Methode nicht infrage kommt, versteht sich von selbst. Dann wird noch die Methode des begleitenden Schreiens empfohlen, sprich sein Kind zu halten aber nichts weiter zu tun, um keine neuen Reize zu setzen. Die Theorie dahinter ist, dass das Baby durch das Schreien seinen seelischen Druck abbaut (kennen wir ja auch, manchmal tut weinen einfach gut!), seine Verzweiflung rausbrüllt, dabei aber nicht alleine ist. Klingt ja soweit ganz gut, aber meine Maus scheint nicht zu merken, dass ich da bin, ich habe es versucht, sie nur zu halten und zu streicheln- sie steigert sich richtiggehend rein ins Brüllen und es wird alles noch schlimmer. Und für mich fühlt es sich auch nicht richtig an. Klar, Druck abbauen ist alles schön und gut, aber es ist kein Zornesgebrüll, sondern die pure Verzweiflung. Meiner Meinung nach braucht sie mehr Trost, als "nur" dabei zu sein.
Also setze ich auf Bewegung- tragen und trösten. Wenigstens klappt das manchmal, um massive Attacken zu verhindern.

Trotzdem ist es anstrengend. Dafür, dass sie eine halbe Stunde schläft (und meist weinend hochschreckt!), trage ich sie meist mind. ebenso lange. Mehrmals täglich. Und abends, hier meist ein Vielfaches länger. Und wie gesagt, auch dabei weint und schreit sie.

Nachts klappt das Schlafen zum Glück (noch???) sehr gut, wenn sie irgendwann endlich schläft, trinkt sie nachts ein-bis mehrmals, kann aber problemlos wieder einschlafen. Das ist meine größte Angst, dass sie das auch nachts nicht mehr schaffen könnte und ich auch dann wieder stundenlang weinend tragen muss.
Eine Schreibaeraterin hat mir empfohlen, sie auf alle Fälle weinen zu lassen und nur neben ihr zu sitzen, sie zu streicheln und das Händchen zu halten. Weil ich sie sonst an das Hochnehmen gewöhne und sie zukünftig nicht mehr fähig ist, ohne Tragen einzuschlafen.
Klar, davor habe ich Angst, wie gesagt eben v.a. vor den Nächten. Aber es widerstrebt meinem Gefühl und allem in mir zutiefst, mein Kind *neben* mir brüllen zu lassen. Dann wenigstens so eng an mir, dass es noch meine Nähe spürt. Und ich kann auch nicht einfach ruhig da sitzen und die Kleine einfach beobachten und streicheln, ich brauche wenigstens das Gefühl, "mehr" zu tun.

Ich weiß nicht, woher das kommt. Vielleicht wirklich durch den Schub, aber ich habe das Gefühl, dass es immer schlimmer statt besser wird. Krank ist sie auch nicht, evtl kommt ein Zähnchen bzw. der Zahneinschuß. Aber auch das ist keine Erklärung, denn das Schreien tritt immer im Zusammenhang mit der Müdigkeit auf. Und wieso war es bei meinen Eltern komplett gut und nun SO dermaßen schlimm? Dort ist auch nichts anderes passiert als hier von den Schlafumständen etc. Können neue Reize wochenlang nachwirken? Bzw. das Rückgewöhnen an die alte Umgebung?
Sie möchte schlafen, sucht den Schlaf verzweifelt und schafft es nicht; gleichzeitig will sie sich nicht abschirmen lassen, sondern alles mitkriegen.

Wenn ihr irgendwelche Tipps habt, bitte immer her damit!
Solange trage und tröste ist sie und hoffe, dass meine Nerven noch ein bißchen halten und sich das bald wieder bessert.

Kommentare:

  1. Das hört sich wirklich schlimm an! Ich hätte folgende Vorschläge:
    1. Lass mal einen Osteopathen darufschauen, vielleicht kann der helfen.
    2. Hast du ein Tragetuch? Unser Rubbelbatz schafft es auch nicht, alleine einzuschlafen, obwohl er das anfangs konnte. Er braucht immer entweder die Brust oder das Tragetuch. Darin brüllt er ca. 1-2 Minuten und schläft dann friedlich ein. Ich glaube, ohne Tuch würde es mir ähnlich gehen, wie dir.
    3. Wenn das Tuch nicht hilft, probier es mal mit pucken. Bin ich zwar kein Fan von, aber manche schwören darauf und wer weiß...
    4. Lass dir nichts von irgendwelchen Beratern erzählen, das Kind würde sich dann das Tragen gewöhnen blabla. Natürlich gewöhnt sich dein Baby daran, von dir getröstet zu werden und dass sie das bekommt, was sie braucht!!! Das wollen wir als Eltern doch auch. Und ich hab noch nie von einem Kind gehört, das dauerhaft nicht ohne Tragen einschlafen konnte, das ist doch Quatsch.
    5. Wie sieht es in eurem Alltag aus mit Ritualen und einem festen Rhythmus? Das hilft oft ungemein. Unserem Kleinen merkt man an, dass er viel ruhiger und ausgeglichener ist, seit mein Mann wieder arbeitet und wir feste Rituale am Morgen und Abend eingeführt haben. Manchmal brüllt er abends, beruhigt sich aber sofort, wenn er erkennt, dass wir beide jetzt ins Bett gehen.
    6. Hol dir Hilfe und nimm dir Zeit für dich! Lass Freunde, Verwandte oder deinen Mann mal ein paar Stunden aufpassen, sie bekommt ja eh die Flasche. Sonst drehst du irgendwann durch.

    Einen Denkanstoß bzw. Frage hätte ich noch: hat das zeitlich in etwa mit der Impfung angefangen?

    Liebe Grüße und alles Gute,
    Hanna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Hanna,
      vielen Dank für dein feedback. Erstmal: nein, das war nicht im zeitlichen Zusammenhang mit dem Impfen.
      Ich habe ein Tuch, da ist sie mom. auch sehr viel drinnen, aber selbst das Tuch taugt ihr nicht mehr. Viel Gejammere und Geweine, und auch immer wieder das massive Brüllen :-/
      Wegen pucken weiß ich nicht, ob das noch sinnvoll ist...das habe ich früher mal gemacht (ich bin da eig. auch kein Fan von ;-)), aber bereits mit ca. 8 Wochen hat sie sich da nicht mehr wohl gefühlt und jetzt ist sie 21 Wochen.
      Wir haben ein Abendritual und auch rel. fixe Aufsteh- und Zubettgehzeiten, wobei weder das eine noch das andere mom. klappt wegen dem vielen Geschrei und so ist es eher der Beginn des Rituals, dann das Ablegen und letztendlich doch wieder das Hochnehmen und Tragen. Tagsüber hatten wir zwar an sich auch halbwegs einen Rhythmus, aber durch die megakurzen Schlafenszeiten und die extrem langen Tragephasen um dahin zu gelangen, ist der mom. auch zerstört.
      Lässt sich Benjamin denn dann abends hinlegen?
      Mein Freund unterstützt mich so gut es geht, aber letzte Woche war trotzdem hart, da hatte er jeden Tag 12 Stunden+ Samstag Arbeit. Wird diese Woche zum Glück etwas entspannter.
      Ja, du hast recht mit den Ratgebern, aber irgendwann ist man tatsächlich so verzweifelt, weil man es nicht mehr schafft sein eigens Kind zu beruhigen, dass der Mutterinstinkt oder das Bauchgefühl oder was auch immer angezweifelt werden und man nur noch Hilfe sucht. Trotzdem sehe ich es an sich auch wie du, und wie ich schon geschrieben habe, mit diesen "Methoden" kann ich mich auch nicht anfreunden.
      Ein Osteopath wäre noch ein Ansatz, ich werde mich gleich mal umhören.
      Ist bei Euch alles gut?
      Danke dir und LG!

      Löschen
    2. Unser Abendritual besteht schon immer darin, dass ich ihn im Bett im abgedunkelten Zimmer umziehe, ruhig mit ihm spreche, dann darf er trinken und schläft in der Regel dabei ein. Ich bleibe dann gleich liegen, alleine schlafen kann er genausowenig wie selbst einschlafen, das ging auch nur die ersten Wochen. Wir haben das so akzeptiert und gehen davon aus, dass er irgendwann genug Vertrauen und Sicherheit hat, um auch alleine zu liegen. "Abgelegt" im engeren Sinne wird er ja nur den kurzen Moment, bis ich über ihm beuge bzw. neben ihm liege. Da schreit er schon manchmal, aber beruhigt sich meistens schnell wieder. Manchmal hat er keine Lust ins Bett zu gehen oder ist zu aufgewühlt vom Tag und schreit deshalb. Wenn er sich nur weigert, aber eigentlich müde ist, nehme ich ihn hoch, mit dem Kopf an meiner Brust, und wiege im Bett hin und her bis er ruhig wird. Nur wenn es echtes Gebrüll ist, trägt mein Mann ihn durch die Wohnung, bis er auf dem Arm eingeschlafen ist.
      Ich denke auch, die Phase geht vorbei (sag dir das immer vor wie ein Mantra...) und wenn die Kleine verstanden hat, dass sie keine Angst haben muss und ihr immer da seid, wird alles gut! Letzten Endes sind Menschen halt Traglinge, da müssen wir alle durch - es sei denn, wir möchten, dass unsere Babys es auf die harte Tour lernen und das willst du ja auf keinen Fall, wenn ich das richtig verstanden habe (finde ich super!)...
      Uns geht es bestens, ich staune den ganzen Tag nur über den kleinen Headstarter - er legt eine Geschwindigkeit vor und ärgert sich ganz oft, dass er nicht noch mehr kann ;) am liebsten würde er schon laufen.
      Liebe Grüße,
      Hanna

      Löschen
  2. Hey!!!n.
    Erstmal kann ich dich wirklich gut verstehen, Das Gefühl einfach nicht mehr zu können, ist grauenhaft :(((

    Zeit für dich nehmen.... manchemal auch nicht so einfach.
    Das sie bei deinen Eltern nicht so war, kann sein, dass ihr dort beide ganz entspannt wart.
    Das war bei uns auch so.
    Cranosacraltherapie?!? eventuell eine Option???
    Und mir hat es geholfen, raus zu kommen... mit Freunden treffen, natürlich mit Baby, spazieren gehen usw.
    Ich hoffe, die Zeit geht bald vorbei.
    Alles Liebe
    Verena von youngmumblogging

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Verena,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar. An Craniosacral habe ich noch gar nicht gedacht. Stimmt, evtl. wäre das etwas. Das Rauskommen empfinde ich mom. als sehr schwierig, da ich nun schon öfters das Gebrüll im Auto hatte und ich mag mir nicht vorstellen, wie das dann in einem Café oder nur beim Lebensmittel einkaufen ist :-o
      Also wir gehen schon raus, aber so richtig entspannt bin ich dabei auch nicht mehr, außer zum reinen Spazierengehen.
      Ich hoffe auch, dass es nur eine Phase ist und nicht ewig dauert *seufz*
      LG

      Löschen
    2. Meinem Empfinden nach ist es ganz wichtig, dass du auf dich schaust. Fahr vl.nochmal zu deinen Eltern bzw. Babysitter, Freunde. Du musst unbedingt wieder Kraft sammeln, vl. gehts deiner kleinen Maus dann auch wieder besser.
      Bei uns war es jedenfalls so.
      Alles Liebe

      Löschen
  3. Liebe Manati,

    das klingt ja nicht so toll! Einen richtigen Tipp habe ich auch nicht, mein Baby schläft ja auch nicht einfach so... Ich würde den Weg des geringsten Widerstands gehen. Anscheinend braucht Lilly gerade viel Nähe, sie kann ja auch im Tuch schlafen. Vielleicht lohnt sich auch noch ein Rückentragebindekurs? Ein Termin beim Osteopathen kann auch nicht schaden. Aber es ist wahrscheinlich schon so, dass Lilly immer mehr mit bekommt und das vielleicht nicht so richtig verarbeiten kann und dann einfach Nähe sucht und braucht. Unser kleiner Nachbar (jetzt 7 Monate) hat jetzt auch Phasen, in denen er anscheinend schlecht träumt und dann weinend aufwacht. :/ Hier (und drüben :D) hilft, wenn es ganz schlimm ist immer noch die Brust, aber das fällt bei euch ja weg... :/

    Ich wünsche Kraft und Durchhaltevermögen!

    Liebe Grüße
    Nele

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Nele,
      ich danke dir und hoffe, dass das wirklich nur eine Phase ist. Blöderweise wird nun auch das Tuch als "blöd" empfunden, sie späht über den Rand hinaus um ja alles mitzukriegen, wird dadurch immer wacher und wenn ich anders binde bzw. den Kopf an meine Brust lege und das Tuch so hochziehe, dass sie nichts sieht, wird das Schreien besonders laut! Hmpf. Am effektivsten ist es tatsächlich noch im Arm ohne Tuch, aber so laufen wir stundenlang, ich kann nichts anderes mehr machen und mein Rücken ist schon eine einzige Baustelle...
      LG

      Löschen
  4. Liebe Manati,

    ich erinnere mich leider noch sehr gut an die Zeit, in der unser Kleiner jeden Abend zwischen 19 und 22 Uhr untröstlich schrie. Es war kaum auszuhalten. Und kein Beruhigungsversuch hat nachhaltig geholfen. Mit einer Kombi aus Föhngeräusch, Tragetuch und Stillen ging es manchmal, aber wirklich viel geholfen hat auch das leider nicht. Auf der Seite gewuenschtestes-wunschkind.de gibt es einige Tips (zusätzlich noch Pukken und eine bestimmte Form des Schaukelns/Wippens).

    Leider habe ich keinen wirklich guten Tipp. Aber bei uns war die Phase irgendwann vorbei (Schlafen ist aber bis heute, 19 Monate, schwierig). Ich hoffe, Du hältst durch. Und wenn Du Dir zumindest zeitweise Unterstützung holst, wirst Du hoffentlich Kraft tanken können.

    Unser Kleiner war auch ein Frühchen (30+5) und das abendliche Schreien begann erst, als er 9 Wochen alt war. Es wurde dann erst besser, als er etwa 5-6 Monate alt war.

    Ich drücke Euch die Daumen, dass es ganz bald besser wird!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe kimo,
      danke für deine lieben Worte und den Tipp, da werde ich gleich mal vorbei schauen!
      LG

      Löschen
  5. Mein Krümelchen war in den ersten 12 Wochen ein absolutes Schreibaby, von daher weiß ich nicht so recht, ob ich da sinnvolle Tipps geben kann, aber ich kann ja mal erzählen: Sie hatte mit 9 Wochen eine ganz tolle Woche und wir dachten schon, wir wären über das Schlimmste hinweg, aber dann fing es richtig an. Sie wollte nie schlafen, und dementsprechend war sie auch drauf. Wir haben beim Kinderarzt abklären lassen, dass es keine körperlichen Ursachen gibt. Er empfahl uns, ihr einen ganz klaren Rhythmus vorzugeben. Nach spätestens drei Stunden wach sein wird geschlafen. Der erste Tag war hart, aber schon ab dem zweiten hatte sie es super angenommen. Als Einschlafhilfe verwendeten wir ein Pucktuch und - man möge mich verteufeln dafür, aber es hat hat geholfen und einiges an Nerven geschont - ein kleines Milchfläschchen (da Krümelchen nie einen Nuckel genommen hat).
    Das in Kombination mit immer mehr Bewegungsmöglichkeiten hat unsere Kleine zu einem sehr zufriedenen Kind gemacht. Und seit kurz vor ihrem ersten Geburtstag ist das Schlafen so gar kein Problem mehr.

    Halt durch, es wird besser werden. Auch wenn die Zeit bis dahin unvorstellbar lang erscheint.
    Liebste Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebes Fräulein Sonnenschein,
      wie habt ihr das mit dem Rhythmus denn hingekriegt? Hinlegen und Flasche geben?
      Gerade tagsüber funktioniert das bei uns mit dem Ablegen und Schlafen gar nicht. Wir versuchen auch gerade, das ein bißchen einzuführen, aber oftmals ist es so, dass die KLeine müde ist, hinlegen geht ja nicht, da sie sofort losbrüllt, also trage ich und ehe ich mich versehe, sind es manchmal 2 Stunden, bevor sie endlich schläft. Soviel zum Thema Rhythmus :-/
      Ich erachte mittlerweile alles als legitim, wenn es nur ein bißchen hilft, und wenns eine Milchflasche ist, soll es so sein...mit Schnuller war alles noch viel einfacher, aber der ist ja mittlerweile out. Wir haben deinen Flaschentipp gestern probiert und es hat einmal tatsächlich funktioniert! Allerdings auch erst nach einer Std. vorhergehenden Tragen.
      Ach ja, mal sehen, wie das weiteregeht. Aber danke schonmal!
      LG

      Löschen
    2. Ja, wir haben es mit der Flasche gemacht, uns war nämlich auch jedes Mittel erstmal recht. Und durchnächtigte Eltern und stundenlanges Geschrei ist wirklich nicht die bessere Alternative zur ach-so-bösen-Flasche. Es ist halt ne gute Ablenkung vom Nichtschlafenwollen und nach ein klein wenig Zeit merken die Mäuse dann, dass es ihnen danach ja auch besser geht.
      Nur Mut, das wird schon!
      Liebste Grüße

      Löschen
  6. Bei unserer Kleinen hat das Pucken letztendlich geholfen. Es lief vorher so, wie Du es oben beschreibst. Wir haben es dann mit dem SwaddleMe versucht und es hat nach ein paar Tagen regelrechte Wunder bewirkt. Ich hab sie dann tagsüber immer gepuckt, in den Kinderwagen gepackt und den Lolaloo angemacht. Bis zum 10. Lebensmonat und dann nochmal für ein paar Wochen als sie bißchen über ein Jahr alt war. Nachts hatten wir auch nie größere Probleme. Jetzt ist die Maus 18 Monate alt und liebt es immer noch begrenzt zu werden, wenn sie müde ist. Da sie mittags noch im Kinderwagen schläft und nachts bei mir im Bett wo ich ihre Beinchen zwischen meine Oberschenkel nehme (ist gemütlicher als es klingt), klappt das Schlafen weiterhin recht gut. Ich drück Dir die Daumen!
    Katrin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Katrin,
      vielen Dank. Ab wann habt ihr denn gepuckt?
      Ich dachte immer, mit diesem Alter sei es schon zu spät dafür bzw man solle es nicht mehr machen- weiß allerdings auch nicht, warum?!
      LG

      Löschen
    2. Wir haben es das erste Mal mit ca. 4-5 Wochen probiert, als die Kleine anfing so unruhig zu sein. Eine Katastrophe. Als wir es dann aus lauter Verzweiflung nochmal probiert haben, war sie etwa 10 Wochen alt. Sie hat gleich beim ersten Mal 4 Stunden am Stück geschlafen so müde war sie. Und ich habe dauernd geschaut, ob sie noch atmet. Weil mehr als 15 Minuten war ich von ihr (außer in den allerersten Wochen) überhaupt nicht gewohnt. es hat wie gesagt Wunder gewirkt und wir haben sie sehr lange gepuckt. Daher denke ich, dass es bei Euch auch noch funktionieren könnte. Ich hatte wie gesagt den SwaddleMe, mit einer Decke kam ich nicht zurecht. Eigentlich heißt es vereinzelt, nur solange pucken, bis das Kind sich auf den Bauch drehen kann. Aber das wird heute oft als überholt angesehen. Unsere Kleine konnte sich auch schon lange drehen (logisch mit 10 Monaten ;-) )

      Viel Glück und LG!
      Katrin

      Löschen
  7. PS: Im Tragetuch hat sie es auch oft nicht geschafft in den Schlaf zu finden.

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Manati :-),
    Es ist bei mir schon eine Weile her, aber ich kann mich super gut an die Zeit mit meinen Kindern erinnern. Meine Tochter war total süß, lieb, schlief relativ schnell durch - eben ein Sonnenschein. Dann kam mein Sohn auf die Welt. Es kam mir vor, als würde er von der ersten Minute seines Lebens bis er ein halbes Jahr alt war, nur mit schreien zubringen. Der Kinderarzt bescheinigte mir, dass er vollkommen gesund sei. Also was tun? Damit ich zumindest ansatzweise einmal schlafen durfte bzw. auch mich um meine Tochter kümmern konnte, haben wir uns eine elektronische Schaukel gekauft. Die haben wir Klick-Klack genannt:-) Kaum saß er in der Schaukel und wurde rhythmisch hin und her geschaukelt, war er ruhig und zufrieden. Habe ich allerdings meinen Sohn im Arm geschaukelt oder hin und her getragen, schrie er.... Verstanden habe ich es nicht. Im Klick-Klack - schlief er ein und ich konnte ihn bequem in sein Bettchen legen oder er schaute sich die Welt in aller Ruhe an :-) Wie auch immer :-) Jetzt ist er ein völlig entspannter liebevoller Junge. Er fand wohl das Leben in den ersten 6 Monate zum Schreiben :-)
    Dir wünsche ich noch gute Nerven.
    lg. Bärbel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Bärbel,
      vielen Dank, so ein Teil werde ich mir ansehen. Werden die an die Decke gehängt oder haben ein Gestell? Kannst du mir evtl ein Modell empfehlen?
      Ich werde mal recherchieren.
      LG

      Löschen
  9. Hallo Kerstin,
    es ist zwar auch bei uns eine Weile her aber auch nach 16 Jahren kann ich mich daran erinnern wie schwierig es war! Nachvollziehen können es eh nur betroffene bzw. Eltern die längere Zeit mit der ständigen Überforderung durch ein Schreibaby "vegetiert-durchgehalten" haben.
    Ich frage mich nur welche Schreiambulanz dir dazu geraten hat, dein Kind schreien zu lassen ??
    Vor ca. 6 Wochen habe ich gerade mit jemandem ein längeres Gespräch gehabt,wo es genau um das Thema schreien lassen geht- bzw. die folgen die einen ggf. für das ges. Leben prägen.
    Dazu wird wohl auch bald ein Buch erscheinen.

    Bitte Dein Kind nicht schreien lassen !!!

    5 Tipps von mir

    1. Sei bitte egoistisch

    Bitte gib Dein Kind nicht jedem auf den Arm, erst recht nicht abends. Es kann die Reize einfach nicht verarbeiten.Auch wenn es Dir noch so schwer fällt, ich weiß gerade am Anfang will jeder das Baby auf den Arm nehmen, nur dir ist damit nicht geholfen, Du/Ihr sitzt abends wieder da mit dem schreienden Baby.

    2. Finde einen Rhythmus

    Einfach abends nicht ausgehen, keine Freunde besuchen, sondern dafür sorgen, dass Dein Baby immer zur GLEICHEN Zeit im Bett ist. Also nicht mal um 19:00, den nächsten Abend dann um 19:15 oder 18:45, nein immer genau zur gleichen Zeit ! Versuche dies wirklich diszipliniert umzusetzen. Dein Baby wird es dir danken.

    3. Unterstützung suchen

    Nimm bitte auch die Unterstützung von Freunden und Familie an. Manchmal hilft es Dir schon wenn Du eine zwei- bis dreistündige Auszeit hast, um wieder zur Ruhe zu kommen. Wenn Du einen Partner hast, solltest Ihr darauf achten, dass IHR euch auch gegenseitig entlastet. Oftmals versucht bei einem Schreianfall einer von euch beiden, das Kind zu beruhigen, während der andere mit hilfreichen Tipps zur Seite steht – dabei entspannt jedoch niemand, am wenigsten das Baby.

    4.Auszeit

    Derjenige der sich gerade nicht um den schreienden Säugling kümmern muss, weil gerade der Partner dies tut. Verlasse den Raum und versuche zur Ruhe zu kommen. Du hast das Recht dazu und versuche die Auszeit auch zu genießen, vielleicht verlässt Du gleich ganz das Haus.

    5. Wiegen

    Im Mutterleib war Dein Kind ständig in Bewegung. Erst recht in den ersten drei Monaten kann es helfen, Dein Kind zu wiegen. Du vermittelst Deinem Baby dadurch ein sicheres Gefühl und ermöglichst ihm, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen.

    Quelle:(http://www.swing2sleep.de/schreibabys-bringen-uns-eltern-an-unsere-belastungsgrenze/)

    Wenn Du Lust hast, kannst Du uns gerne anrufen, ich kann hier leider nicht alles wiedergeben das würde den Rahmen sprengen.
    LG Maik

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Maik,

      ganz herzlichen Dank für deine vielen Tipps. Ich werde später (ja, die Kleine fängt gerade wieder zu knarzen an...) auf alle Fälle mal auf der homepage vorbei schauen.

      LG!

      Löschen
  10. Hallo Manati

    Meine kleine ist nun 32 Wochen alt und hat die ersten 3 Monate ebenfalls fast nur geschrien, bzw war sehr fordernd. Sie hat bis sie 4 Monate alt war tagsüber nur in der tragehilfe geschlafen und mir wurde auch oft gesagt ich würde sie verwöhnen, bzw sie würde nie anders schlafen. Sie schläft heute im Bett und das klappt wunderbar, nur wenn sie krank ist brauch sie wieder viel Nähe und dann hilft wieder die tragehilfe.
    Ich habe auch bevor ich auf die tragehilfe kam Tage gehabt an denen sie fast nur geschrien hat und auch abends dann (was bis dahin nie problematisch war) das schreien anfing. Da bin ich dann im dunklen Zimmer mit ihr auf und ab gegangen und habe ruhig mit ihr geredet, ihr vorgesungen. War einfach da und wusste das alles andere nichts bringt weil sie einfach nur müde ist und nicht in den Schlaf findet. Tagsüber klappte es in der tragehilfe im übrigen auch nur mit einer Mütze über den Augen sind mit Bewegung, ich habe dann entweder den Haushalt gemacht, war spazieren oder saß auf dem Gymnastikball und habe leicht auf und ab gewippt und wenn das nicht half: zusätzlich bei youtube Staubsauger angemacht. Sie hat 4 Std am Stück in der trage geschlafen, dann Stillen, wickeln und wieder schlafen. Ich war echt teilweise fertig, aber sie brauchte das und es hat sich von allein gegeben.

    Ich kann dir eine tolle Seite empfehlen wo du Antworten findest und die Dich stärkt: www.das-gewünschteste-Wunschkind.de !!!!!!

    Halte durch und mach weiter wie bisher: sei immer für deine Maus da, man kann die Kleinen nicht verwöhnen!!!

    Liebe Grüße
    Kathy

    AntwortenLöschen
  11. Ach Mensch, das kommt mir bekannt vor. MoJo hat sich ganz ähnlich benommen als er seine ersten Zähnchen bekommen hat. Aber auch nur wenn er müde war. Vielleicht haben ihn die Schmerzen damals einfach am Einschlafen gehindert... Als sie dann da waren, wars vorbei mit dem Geschrei.. Ich weiß, wie mies es sich anfühlt, wenn das eigene Baby ständig untröstlich weint :( Ich hoffe für euch es wird ganz ganz bald besser :*

    AntwortenLöschen
  12. Hallo du Arme, nun auch von mir ein paar Ratschläge. Ich habe mir nicht alle Kommentare durchgelesen, Also ist vielleicht manches doppelt.
    Vorab: meine beiden Jungs sind 2 Jahre und 15 Wochen alt und der Große auch bis zum 6. Monat ein Vielschreier. Beim Kleinen läuft es bisher seeeehr entspannt... Auch einfach weil ich alles das mache, was ich mir beim ersten Kind angeeignet habe (und das war hatte Arbeit).
    1. Rhythmus!!! Bei uns gibt's einen festen Schlafrhythmus für beide Kids. Nach dem Aufstehen wird der Kleine Ca spätestens nach 2 Std. Müde, dann schläft er Ca 30-60 min je nach tagesform. Mittags gibt es für ALLE mittagschlafzeit. Gleiches Ritual wie abends, Flasche und die schon im abgedunkelten (nicht ganz dunkel) Raum und dann schlafen der Kleine und ich nebeneinander in einem Bett. Wichtig: wenn er mir (was meistens der Fall ist) auf meinem Arm einschlägt, behalte ich ihn manchmal bis zu 20min auf dem Arm, damit er nicht wieder wach wird beim ablegen. Dann spätestens nach 20 min schläft er wirklich tief und ich kann ihn ablegen. Er schläft dann bis zu 3 h. Und das seit Beginn an, da ich das von Anfang an so durchgezogen habe. Spätestens gegen 16 Uhr wecke ich ihn, wenn er nicht vorher alleine wach wird. Dann hält er bis Ca 19 Uhr durch, spätestens dann geht's ins Bett.
    2 BERUHIGEN: bei uns half zu Beginn pucken. Jetzt mag er das nicht mehr, aber wenn er mal viel schreit und sich kaum beruhigen kann, dann Hände vor dem Körper halten und auf dem Arm wiegen, das hilft oft. Außerdem: BABYBJÖRN WIPPE sei Dank, darin kann ich ihn seeeehr gut in den Schlaf Wippen bzw. zur Beruhigung nutzen. Und natürlich Tragen - bei uns total einfach und unkompliziert die Marsupi trage.
    3. GEDULD! Es wird bald besser versprochen!!!!
    4. geh mal zur osteopathin/osteopathen bzw auch mal zum Heilpraktiker der auf Kinder spezialisiert ist.


    Good luck und gute Nerven!

    AntwortenLöschen
  13. Schau mal hier: http://marrykotter.blogspot.de/2015/09/gastbeitrag-von-sandybeach85.html?m=1

    AntwortenLöschen
  14. Hallo...
    Ich kann mir manchmal garnicht vorstellen, wie shlimm das sein muss nicht in den Schlaf finden zukönnen, wegen dem Geschrei.
    Allerdings bekomme ich das auf der Wache immer wieder mit.
    Mein Kollege hat ein Schreikind. Dieser ist im moment 13 Wochen alt. Seine Frau ruft Abends, Nachts und auch Früh morgens an und kann am Telfon vor weinen und Verzweiflung kaum reden. Wir sind im 24 Stunden-Dienst und weder seine Frau, noch er werden mit der Situation fertig. Es heisst ständig sie müssten diese Phase im Leben ausstehen und es würde sich von alleine zum besseren wenden. Doch schreit der kleine wohl Tag und Nacht und findet selbst kaum in den Schlaf. Wie hat es sich bei euch gewandelt? Schließlich ist es jetzt über einem Jahr her.
    Ich denke aber wie der ein oder andere es in den Kommentaren sagte, bleibt auch dies nicht für immer......
    Liebe Grüße aus dem Pott....

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über einen Kommentar von Euch!